Pfingstkonzert der Ulrichsbläser begeistert – Ehrung für Dirigent Josef Maderer
Passauer Neue Presse, 29.05.2026, Josef Heisl

Von Josef Heisl
Büchlberg. Auch heuer musste die Halle zum Pfingstkonzert der Ulrichsbläser wieder so gestaltet werden, dass über 500 Zuhörer untergebracht werden konnten. Als die Uli-Kids, der jüngste Nachwuchs des Renommier-Orchesters einmarschierte, waren alle Plätze besetzt. Es folgten über drei Stunden großartiger Musikgenuss.
Unterbrochen wurde dieser nur durch die Ehrung in Gold von Josef Maderer für das 35-jährige Dirigentenjubiläum, das Grußwort von Vizelandrätin Roswitha Toso, die den sehr lebendigen Verein lobte, und MdB Hans Koller, der deutlich machte, dass man stolz sei auf die Ulrichsbläser und ihre musikalischen Leistungen.
Dann gehörte die Bühne den drei Dirigenten Thomas Windpassinger, Kilian Maderer und Josef Maderer und ihren Orchestern, sowie den Moderatoren Jakob Heckenlauer und Jonas Geiß, die sachkundig und humorvoll durchs Programm führten. Als das Jugendorchester unter Leitung von Kilian Maderer die Bühne betrat folgte grandioser Musikgenuss, für den es immer wieder langanhaltenden Beifall gab. Am Ende meinte der musikalische Leiter Josef Maderer, er habe Sorge, wie er die hohen Erwartungen immer wieder neu erfüllen könne.
Zunächst hatten die Moderatoren nach Eröffnung durch das Jugendorchester mit „Troy“ weitere Gäste von der Geistlichkeit sowie vom Bezirksmusikverband Bayerwald (MON) Vizepräsident Christian Krieger begrüßt, der auf der Trompete mitspielte. Sie dankten den vielen Helfern aus dem Verein, ohne die die Veranstaltung nicht möglich wäre.
Schon der fulminante Einstieg durch das Jugendorchester mit „Earth, Wind & Fire Dance Mix“, ließ erahnen, dass ein besonderes Konzert folgen werde. Die Zeiten in denen wir leben, seien unsicher, erklärten die Moderatoren. Die Welt sei im Wandel und viele fragen sich, wohin die Reise wohl geht. Da brauche es eine Figur, die den Weg zur Freiheit weist. Das sei die Freiheitsstatue in New York, die 100 Jahre nach ihrem Bestehen renoviert wurde. Zu diesem Anlass entstand „Liberty Fanfare“, mit dem das Sinfonische Orchester startete. Mit „Spartacus“ habe sich das Orchester an ein Stück herangewagt, das viel Wagemut und Respekt erfordere, erklärte Josef Maderer. Im Herbst werde man in der Konzertwertung damit in der Höchststufe antreten.
Zum Pfingstkonzert in der heimischen Halle zeigte das Orchester, mit welch riesigem Können die Musiker aufwarten können. Fantastisch, welche Töne man den Instrumenten entlocken kann. Das war, kurz gesagt, eine Meistersequenz . Nach „Sailing the Whales“ ging es in die Pause.
Mit „American Overture“ wurde die zweite Halbzeit eröffnet. Samuel Reitberger, der seit 2015 Posaune spielt und seit fünf Jahren die Bassposaune, besucht die Musikhochschule in Plattling. Der „heldenhafte Solist“, wie ihn die Moderatoren nannten, beeindruckte allein schon durch die Länge des Stücks. Das ist sicher auch physisch eine großartige Leistung, hörte man aus dem Publikum, das dem jungen Mann stehend applaudierte. Mit „Irish Tune from County Derry“ und „Danzon no.2“ bog der Abend auf die Zielgerade ein, es war ja auch schon über 22 Uhr hinaus. Die Fans erfuhren auch noch, dass der Hoagascht eine Neuauflage bekommt und zwar am 24. Juli in Freyung. Karten gibt es online zu kaufen. Zum kleinen Hoagascht kommt auch das Blechbläserensemble des Bayerischen Rundfunks. Als „Danzon no. 2“ gespielt war forderte das Publikum lautstark Zugabe, die es auch bekam. „Grönemeyer“ spielten die Ulrichsbläser und auch das löste wieder Begeisterung aus.
EHRUNG
Der Vizepräsident des Musikbundes für Ober- und Niederbayern (MON), Bereich Bayerwald, Christian Krieger, ehrte Josef Maderer für 35 Jahre Dirigententätigkeit. Er präsentierte dessen Verdienste, was erste Vorsitzende Marion Gastinger ergänzte. In den 35 Jahren habe Maderer das Orchester zu großartigen Erfolgen geführt und zu dem gemacht, was es heute ist: Eines der besten Blasorchester Bayerns. Mit einem feinen Gespür für Musik, dem Können und der Begeisterung schaffe er es immer wieder, die Musikerinnen und Musiker mitzureißen und zu inspirieren, sagte sie. Josef Maderer verstehe es wie kein Anderer, Menschen durch Musik zu verbinden und gemeinsam großes entstehen zu lassen. Dafür seien ihm alle von Herzen dankbar.
