Beim Wertungsspiel in der Höchststufe – Kommt Probenraum im alten Feuerwehrhaus?
Passauer Neue Presse, 22.04.2026, Josef Heisl

Von Josef Heisl
Büchlberg. Zu ihrer Jahreshauptversammlung luden die Ulrichsbläser ins Ulrichsheim ein. Neben den vielen Informationen zum abgelaufenen Musikjahr gab es mit der Aussicht auf neue Probenräume eine ganz besondere heiße Nachricht. Auch langjährige Mitglieder wurden geehrt. Die Vorsitzende Marion Gastinger freute sich über einige besondere Gäste, wie Pfarrer Wolfgang Keller und Pfarrer i.R. BGR Herbert Oberneder. Ihr besonderer Gruß galt auch Bürgermeister Josef Hasenöhrl, dem stellvertretenden Bezirksleiter des MON Christian Krieger und dem Chef der Blaskapelle Büchlberg Rainer Poxleitner.
Nach einer Ehrung der Verstorbenen bemerkte die Vorsitzende, dass es sich schon wie eine alljährliche Wiederholung anhöre, wenn man auch heuer wieder auf ein äußerst erfolgreiches Vereinsjahr zurückblicken könne. Hervorragende Konzerte mit einer beeindruckend hohen Besucherzahl, zahlreiche Auftritte und ein lebendiges, geselliges Miteinander haben das Vereinsjahr geprägt. Dies alles sei nur möglich, weil alle mit großer musikalischer Qualität, Engagement und Herzblut hinter dem Verein stehen, stellte die Vorsitzende fest.
„Der neu gegründete Orchesterbeirat zeigt eindrucksvoll, dass ihr für euren Verein da seid, dass ihr Verantwortung übernehmt, euren musikalischen Leiter unterstützt und der Vorstandschaft tatkräftig zur Seite steht“, schloss die Vorsitzende ihre Begrüßung.
Ein Thema, das den Verein in den vergangenen Monaten stark beschäftigt und belastet habe, sei der Probenraum. Umso mehr hoffe und vertraue man hier auf die Unterstützung durch den Bürgermeister und die Gemeinde. „Der in Aussicht gestellte Umbau des alten Feuerwehrhauses wäre für unseren Verein eine großartige Perspektive und würde uns ermöglichen, beruhigt und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken“, betonte Marion Gastinger.
Sie wünsche sich und allen Mitgliedern auch für dieses Jahr, dass alle weiterhin so professionell, zuverlässig und motiviert bleiben, damit die Erfolgsgeschichte der Ulrichsbläser Büchlberg gemeinsam fortgeschrieben werden könne. Auf das Musikjahr blickte anschließend Schriftführerin Anna Maria Bogner zurück. Es sei wieder ein Jahr voller musikalischer Höhepunkte, intensiver Probenarbeit und vor allem vieler gemeinsamer, unvergesslicher Momente gewesen.
Mit der Begleitung der Palmprozession begann die Vielzahl von Auftritten und Konzerten. Beim Maidultumzug war man beteiligt und im Mai zu einem Probenwochenende in der Volksmusikakademie in Freyung. Im Juni kam beim Standkonzert in Büchlberg die Rentnercombo mit bayerisch-böhmischer Musik zur Geltung, die immer beliebter werde. Einem begeisterten Publikum wurde in der vollbesetzten Mehrzweckhalle das Pfingstkonzert präsentiert. Der Volksfestumzug in Büchlberg und der Auftritt auf der Oiden Duid in Passau waren weitere Höhepunkte. Der Sommer war geprägt von Proben und kleineren Auftritten, aber auch dem Konzert im Zirkuszelt in Ruhstorf. Der Vereinsausflug zeigte den Zusammenhalt der Ulrichsbläser. Dann ging es mit der Rentnercombo in die Volksmusikakademie nach Freyung zur Feierabendmusi. Nach der Sommerpause wurde mit viel Energie in den Herbst gestartet. Es ging zur Konzertwertung nach Obernzell und dann zum krönenden Abschluss zum Herbstkonzert in der Mehrzweckhalle. Das Publikum war erneut begeistert bei diesem anspruchsvollen Konzert.
Bei den Auftritten im Advent und zu Weihnachten konnten sie musikalisch eine ganz besondere Stimmung herzaubern. Bemerkenswert war das Weihnachtskonzert in der Pfarrkirche, gute Stimmung gab es beim Neujahranblasen. Insgesamt war das Jahr 2025 geprägt von einer beeindruckenden Anzahl an Terminen – von den regelmäßigen Proben über kirchliche Anlässe und Konzerte bis hin zu besonderen Veranstaltungen. „Jeder einzelne Termin hat dazu beigetragen, dass wir als Orchester weiter zusammengewachsen sind“, betonte Maderer.
Die einzelnen Orchester seien sehr engagiert und sein Sohn Kilian Maderer nehme auch schon sofort den Taktstock in die Hand, wenn es notwendig sei, sagte Josef Maderer. Das Orchester habe guten Zulauf, 57 Musikerinnen und Musiker würden im Blasorchester aktiv spielen. 23 Auftritte habe es gegeben und rund 100 Stunden Probe. „Es ist eine Freude mit euch zu arbeiten“, lobte Maderer.
Heuer werde man beim Wertungsspiel in der Höchststufe antreten. Er hoffe auf viele Orchester beim Wertungsspiel am 7. November in Büchlberg. Als nächstes stehe das Pfingstkonzert heran. Auch da werde man wieder höchste Qualität liefern.
Gesunde Finanzen präsentierte Schatzmeisterin Annemarie Waldbauer. Die Kassenprüfer Berta Knon und Rene Bogner attestierten sorgfältige Kassenführung.
Bürgermeister Josef Hasenöhrl lobte in seinem Grußwort den Zusammenhalt und die Gemeinschaft. Deshalb freue es ihn, dass durch den Umbau des alten Feuerwehrhauses ein Probenraum entstehen könnte. Das müsse natürlich finanziell auch passen. Dafür erhielt der Bürgermeister viel Beifall. Für den MON Bezirk Bayerwald brachte Rainer Poxleitner die Grüße. Die UB seien ein Verein, auf den man sich verlassen könne. Er sei selbst ein Ulrichsbläser der ersten Stunde. So fühle er sich auch heute noch sehr verbunden. Doch die Zukunft seien die jungen Menschen. Poxleitner zeigte seine Freude über die Zusammenarbeit der beiden Büchlberger Blaskapellen.
EHRUNGEN
Das Abzeichen D 1 erhielten in Horn Philip Weidinger und in Klarinette Julia Donaubauer. Für 10 Jahre Mitgliedschaft wurden geehrt Samuel Reitberger und Simon Weber, für 20 Jahre Stefanie Weber und für 25 Jahre Anna-Maria Bogner und Maximilian Simmerl.

